Home News Kontakt Links
 
 
20 Jahre Haus Gutenberg - Ein persönlicher Rückblick von P. Emanuel Brülisauer

     

Am 4. Januar 1935 erwerben die Salettiner von der Gemeinde Balzers das - wie es damals hiess – "Schloss Gutenberg". Im Herbst desselben Jahres ziehen die zwei untersten Klassen des Gymnasiums Untere Waid in Mörschwil hier ein, 26 Schüler. 1940/41 und dann wieder ab 1945 verbringen angehende Salettiner ihr Probejahr, das Noviziat, auf Gutenberg. In derZwischenzeit hatten die Jesuiten aus dem benachbarten Feldkirch hier Unterschlupf gefunden, durch den Nationalsozialismus in arge Bedrängnis geraten.

1952-1976 ist Gutenberg auch der Sitz der Provinzleitung der Salettiner.
1954-1973 führen die Salettiner das Lyzeum Gutenberg, mit eigenen Lehrkräften. 139
junge Herren erwerben sich hier die Hochschulreife, die Matura, darunter nicht
wenige aus dem Fürstentum Liechtenstein. Wie sehr diese Jahre sie geprägt
haben, beweist unter vielem andern die Tatsache, dass heute zwei von ihnen
Mitglieder des Stiftungsrates Haus Gutenberg sind (Hans Brunhart und Roland
Marxer).

Wir Salettiner haben uns hier in Balzers, in Liechtenstein überhaupt, immer
sehr wohl gefühlt und tun es heute noch. Wir wissen uns getragen vom
Wohlwollen der Bevölkerung und der Amtsstellen. Man reicht uns die Hand zur
Zusammenarbeit, wir gehen Probleme gemeinsam an. Das Umfeld stimmt. Ich hoffe gerne, dass es auch in Zukunft so bleiben wird.

Nach 1973, der Schliessung des Lyzeums Gutenberg, folgten einige Jahre des Suchens und Planens. Gutenberg sollte eine Stätte der Bildung bleiben, für Jugendliche und Erwachsene. Abendkurse wurden angeboten: Glaubens- und Katechetikkurse, Gesprächsführung, Meditation u.a.m.

Das gute Echo und der Trend der Zeit bewogen uns, Gutenberg umzubauen.
Architektonisch und ideell zu dem, was es heute ist: Ein Bildungshaus in bescheidenem Rahmen, mit einem gezielten Angebot. Dass es so weit kommen konnte, ist in nicht geringem Mass Pater Alfons Bauser zu verdanken, damals Provinzial der Schweizer Provinz der Salettiner.

Man mag einwenden, es gebe heute schon genug, ja mehr als genug
Bildungshäuser, die Weiterbildung im kirchlichen und im profanen Bereich sei auch ausserhalb von Bildungshäusern möglich und geschehe tatsächlich. Darüber können wir uns nur freuen. Wenn wir uns dennoch für ein Bildungshaus Gutenberg
entschieden haben und es weiterführen wollen, dann mit der festen Absicht, im
vielfältigen Bildungsangebot ein paar Akzente zu setzen, die uns besonders lieb sind und von denen wir meinen, sie seien im Umfeld von Kirche und Gesellschaft
besonders aktuell und zugleich von grundsätzlicher Art.

Nun ist das Bildungshaus in eine Stiftung übergeführt, wirtschaftlich und personell bedingt. Ich bin überzeugt, dass dies eine gute Lösung ist, dass sie, bei all den Fragen, die auftauchen mögen, in eine mögliche, gute Zukunft führen kann.

Home  
EDUQUA
Haus Gutenberg, Bildungs- und Seminarhaus, Burgweg 8, 9496 Balzers Tel. +423 388 11 33, gutenberg@haus-gutenberg.li  
    © 2005 created by 2sic with 2flex