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Wia ma bi üüs red

Zur Sprachgeschichte, zum Sprachwandel und zu den «langsamen Balznern»

Keine Ortsmundart der Talgemeinden ist wohl derart gut zu erkennen, wie der Dialekt der Balzner. Langsam und wohlklingend, in Tempo, Rhythmus und Melodie einzigartig. Dieser Einzigartigkeit soll im Umfeld der Dialekte Liechtensteins nachgegangen werden. Es stellen sich Fragen wie: Was unterscheidet die Gemeinden in ihrer Sprache voneinander? Ist das heute überhaupt noch zu hören? Wie klang es ehedem? Was ist davon übriggeblieben? Wird der Dialekt überhaupt überleben, wenn bekannt ist, dass es auf der Welt über 6.500 Sprachen gibt und in weniger als 100 Jahren die Hälfte davon ausgestorben sein wird, wie Linguisten schätzen?

Die Sprache wandelt sich, obwohl das viele kritisieren. Das Beharren in alten Sprachformen ist eine romantisierende Sehnsucht nach etwas letztlich Unbrauchbarem. Stellen Sie sich vor: Unser Dialekt existiert in dieser Gegend seit 1300 und hat bis heute überlebt. Hätte er sich nicht gewandelt, müsste der Wortschatz einer Generation vollumfänglich an die nächste weitergegeben werden, wäre das ein untragbarer Ballast. Wir könnten uns mit der Sprache unserer Väter in der heutigen, globalisierten Welt nicht mehr zurechtfinden.



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Beginn:
13.11.2017 19:00 Uhr
Ort:
Haus Gutenberg, Balzers
Referent/-in:
Dr. Roman Banzer, Dozent an der Universität Liechtenstein. Seine Doktorarbeit trägt den Titel: Die Mundart des Fürstentums Liechtenstein. Sprachformengebrauch, Lautwandel und Lautvariation. Er veröffentlichte die Reihe: Wia ma bi üüs red. Eine Tonsammlung der liechtensteinischen Ortsmundarten.
Kosten:
CHF 10.- (Abendkasse)
Hinweise:
Keine Anmeldung notwendig.