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Vom notwendigen Vertrauen in die Politik

Vom notwendigen Vertrauen in die Politik Fast alle Umfragen (in fast allen Ländern) attestieren der Politik extrem niedrige Vertrauenswerte. Politische Institutionen dagegen haben oft höhere Werte (z. B. die Justiz). Woran liegt das? Es dürfte viele Gründe geben. Ein Grund: Man glaubt nicht mehr, dass die Politik dem Gemeinwohl dient. John Locke hat einmal gesagt, im Vertrauen gehe es um eine Treuhandschaft "zu bestimmten Zwecken".

Vertrauen ist also nicht richtungslos, Erwartungen sind mit ihm verknüpft, die oft enttäuscht werden. Zahllose Skandale erwecken in uns den Eindruck, dass das politische Personal nur noch an sich oder seine Klientel denkt, nicht aber an das Gemeinwohl. Institutionen scheinen es demgegenüber leichter zu haben, Vertrauen zu erwecken, weil sie als solche neutraler oder fairer zu sein scheinen.

In dem Vortrag will ich diskutieren, was die niedrigen Umfragewerte bedeuten könnten. Müssen sie überhaupt als Problem wahrgenommen werden? Lässt sich Vertrauen durch Umfragen erfassen? Oder ist es eine komplexe Praxis, die oft viel gesünder ist, als es uns die Umfragen glauben lassen? Wie steht es schliesslich mit dem Vertrauen der Politik in die Bürgerinnen und Bürger? Am Ende möchte ich eine differenzierte Analyse vorstellen, die aus dem Dickicht von Vertrauen und Misstrauen hinausführt.


Im Anschluss an das Referat von Prof. Dr. Hartmann geben Frau Susanne Eberle-Strub (FBP), Frau Violanda Lanter (VU), und Herr Georg Kaufmann (FL) Statements zum Thema ab.




Beginn:
22.10.2020 19:00 Uhr
Ort:
Haus Gutenberg, Balzers
Referent/-in:
Prof. Dr. Martin Hartmann, Professor für Philosophie an der Universität Luzern
Kosten:
CHF 20.- (Abendkasse)
Hinweise:
Anmeldung erforderlich.

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