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Johannes Paul II. Der Papst aus dem Osten (verschoben)

Johannes Paul II.  Der Papst aus dem Osten (verschoben)
Johannes Paul II. (1920 - 2005) war ein Jahrhundertpapst. Er begeisterte die Massen, und seine Besuche in Polen zeigten den Menschen im Ostblock: Es gibt eine Kraft, die stärker ist als der kommunistische Staatsapparat. Doch so sehr Karol Wojtyla in seiner Heimat stets die Reformer in der Kirche unterstützt hatte - als Papst regierte er selbst autoritär, beschnitt die Unabhängigkeit der Ortskirchen und massregelte Theologen.

Matthias Drobinski und Thomas Urban erzählen keine Heiligengeschichte, sondern porträtieren eine faszinierende Persönlichkeit, die Revolutionär und Reaktionär in Einem war. Unter dem Eindruck des nationalsozialistischen Terrorregimes entschied sich Karol Wojtyla für das Priestertum. Er entwickelte eine Theologie, die von der Freiheit und Würde des Menschen ausgeht, der über sich und seine materielle Existenz hinaus strebt. Er half durch sein Auftreten gegen den Kommunismus den
Eisernen Vorhang einzureissen, aber unerbittlich kritisierte er auch den Materialismus des Westens.

In einem mutigen Schritt hat er als Papst um Vergebung gebeten für die Schuld der Vergangenheit. Doch mit seinem Festhalten an einer rigiden Sexualmoral, dem Nein zur Frauenordination und der Verkennung des Missbrauchsskandals hinterliess Johannes Paul II. seiner Kirche ein schweres Erbe.

Beginn:
02.12.2020 19:00 Uhr
Ort:
Haus Gutenberg, Balzers
Referent/-in:
Matthias Drobinski, journalistische Ausbildung an der Henri-Nannen-Schule in Hamburg, seit 1997 Redakteur für die Süddeutsche Zeitung
Kosten:
CHF 20.- (Abendkasse)
Hinweise:
Diese Veranstaltung wurde verschoben. Ein neuer Termin wird noch bekannt gegeben.