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Was wir sind, spricht mehr, als was wir sagen - Die Entwicklungszusammenarbeit und die Rolle von Religion/Spiritualität

Was wir sind, spricht mehr, als was wir sagen - Die Entwicklungszusammenarbeit und die Rolle von Religion/Spiritualität
Jahrhundertelang waren Missionare und Missionarinnen die Pioniere der Entwicklungszusammenarbeit avant la lettre. Neben der Verkündigung haben sie sich um die Bildung und das Gesundheitswesen in den Ländern
des Globalen Südens bemüht. Ab der Mitte des 20. Jahrhunderts übernahmen dann die öffentliche Hand und NGOs diese Aufgaben.

Religion(en) galten immer mehr als Hindernisse und ideologische Bremsen einer stark auf wirtschaftliches Wachstum und Fortschritt ausgerichteten «Entwicklung».

Ist damit die Rolle der Religion und Spiritualität hinfällig geworden? Die in den Industrieländern totgesagte Religion hat global eine unerwartete
Renaissance erlebt, 80% der Weltbevölkerung betrachten sich in irgendeiner Weise als «religiös». Eine Entwicklungszusammenarbeit, die
diesen Aspekt ausblendet, gerät daher leicht in den Verdacht, neokolonial zu sein.

Beginn:
29.11.2022 19:00 Uhr
Ort:
Haus Gutenberg, Balzers
Referent/-in:
Dr. Josef Estermann, Schweizer Theologe und Philosoph, lange Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit in Peru und Bolivien. Forschungs- und Lehrschwerpunkte: interkulturelle Philosophie und Theologie; andine Philosophie; Befreiungstheologie; Dekolonialität; Entwicklungstheorien.
Kosten:
CHF 20.- (Abendkasse)
Hinweise:
Wir bitten um Anmeldung.